Regionen in Island
Westfjorde in Island
Die Westfjorde gehören zu den abgelegensten und eindrucksvollsten Regionen Islands.
Abseits der Ringstraße: Die 15 spektakulärsten Highlights der Westfjorde
Die Westfjorde sind eine der abgelegensten und gleichzeitig faszinierendsten Regionen Islands. Geprägt von tiefen Fjorden, steilen Bergen und einer unberührten Wildnis bietet die Region ein Erlebnis abseits des Massentourismus. Wer die „echte“ Einsamkeit sucht, ist hier genau richtig, denn es wird geschätzt, dass nur etwa 10 % der Island-Besucher den Weg in diesen nordwestlichen Zipfel auf sich nehmen. Ein Abstecher lohnt sich definitiv für alle, die spektakuläre Naturmonumente ohne die typischen Menschenmassen erleben möchten. Für eine Erkundung dieser rauen Halbinsel sollten Sie mindestens 3 bis 5 Tage einplanen, da die kurvigen Straßen und Gebirgspässe viel Zeit in Anspruch nehmen.
1. Dynjandi Wasserfall
Der Dynjandi, oft als „Juwel der Westfjorde“ bezeichnet, ist das meistbesuchte Naturschauspiel der Region. Er stürzt majestätisch über 100 Meter in die Tiefe und breitet sich fächerförmig wie ein riesiger Brautschleier aus. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt Sie in etwa 15 Minuten an sechs weiteren, kleineren Wasserfällen vorbei direkt an den Fuß des tosenden Hauptfalls.
2. Látrabjarg Vogelfelsen
Látrabjarg markiert den westlichsten Punkt Islands und ist eine der größten Seevogelkolonien Europas. Hier können Sie zwischen Mai und August unzählige Papageitaucher aus nächster Nähe beobachten, da die Tiere an den Klippen oft erstaunlich zutraulich sind. Die bis zu 441 Meter hohen Klippen bieten zudem einen atemberaubenden Blick über den Nordatlantik.
3. Rauðasandur (Roter Sandstrand)
Im Gegensatz zu den typischen schwarzen Lavastränden Islands leuchtet Rauðasandur in einzigartigen goldenen, roten und pinken Farbtönen. Der über 10 Kilometer lange Strand wirkt bei wechselndem Licht fast außerirdisch und bietet eine unvergleichliche Stille. Mit etwas Glück lassen sich hier Seehunde beobachten, die sich in der Sonne am Ufer ausruhen.
4. Hornstrandir Naturreservat
Dieses völlig unbewohnte Gebiet im äußersten Norden ist eine der wildesten und unberührtesten Gegenden Islands. Hornstrandir ist nur per Boot erreichbar und ein Paradies für autarke Wanderer, die Einsamkeit in dramatischer Landschaft suchen. Das Reservat ist zudem ein wichtiges Refugium für den Polarfuchs, den man hier oft in seinem natürlichen Lebensraum beobachten kann.
5. Ísafjörður
Ísafjörður ist die größte Stadt der Region und dient als ihr kulturelles und wirtschaftliches Herz. Die charmante Stadt ist von massiven Bergen umgeben und beherbergt historische Holzhäuser, die zu den ältesten des Landes gehören. Besucher sollten unbedingt das exzellente Fischrestaurant Tjöruhúsið besuchen, das für seine fangfrischen Spezialitäten weltberühmt ist.
6. Hellulaug Naturpool
Direkt am Strand des Vatnsfjörður gelegen, bietet dieser kleine Naturpool ein einmaliges Badeerlebnis mit Blick aufs Meer. Das Wasser ist ganzjährig ca. 38 °C warm und fließt direkt aus einer natürlichen Quelle in das Steinbecken. Da es keine Umkleidekabinen gibt, ist dies ein wahrhaft ursprünglicher Ort zur Entspannung.
7. Polarfuchszentrum in Súðavík
In diesem Forschungszentrum und Museum erfahren Besucher alles über das einzige einheimische Landsäugetier Islands. Das Zentrum widmet sich der Ökologie und dem Schutz der Polarfüchse und zeigt interessante Ausstellungen. Oft können Besucher im Außengehege gerettete Füchse beobachten.
8. Museum für isländische Zauberei und Hexerei (Hólmavík)
Dieses skurrile Museum in Hólmavík widmet sich der dunklen Folklore und den okkulten Traditionen der Region Strandir. Es zeigt faszinierende Exponate zu alten isländischen Zauberpraktiken und Ritualen. Ein Besuch gibt einen tiefen Einblick in die mystische und oft düstere Geschichte dieser abgelegenen Region.
9. Bolafjall Gipfel & Aussichtsplattform
Eine steile Straße führt auf den Gipfel des Bolafjall, wo eine moderne Aussichtsplattform spektakulär über den Abgrund ragt. Von hier aus haben Sie bei klarem Wetter einen unglaublichen Panoramablick über den Ísafjarðardjúp und bis nach Grönland. Die schiere Höhe und die weite Sicht machen diesen Ort zu einem absoluten Highlight für Fotografen.
10. Drangsnes Hot Pots
In dem kleinen Fischerdorf Drangsnes stehen drei heiße Steinwannen direkt am Straßenrand am Ufer. Das Baden in den kostenlosen Pötten ist ein Erlebnis direkt am Meer mit fantastischem Blick über die Bucht. Es ist der ideale Ort, um nach einem Tag voller Erkundungen wie ein Einheimischer zu entspannen.
11. Seeungeheuermuseum in Bíldudalur
Bíldudalur am Arnarfjörður beherbergt das Sea Monster Museum, das Berichte über geheimnisvolle Kreaturen in den isländischen Gewässern dokumentiert. Interaktive Ausstellungen präsentieren Augenzeugenberichte und Legenden über diese Seeungeheuer. Ein unterhaltsamer Stopp für alle, die sich für die mystische Seite der isländischen Kultur interessieren.
12. Schiffswrack Garðar BA 64
Das älteste Stahlschiff Islands wurde 1912 in Norwegen gebaut und liegt seit 1981 malerisch am Ufer des Patreksfjörður. Die verrostete Hülle bildet einen faszinierenden Kontrast zur rauen Natur der Westfjorde. Es steht frei zugänglich direkt an der Straße und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv.
13. Drangajökull Gletscher
Der Drangajökull ist der einzige Gletscher der Westfjorde und der einzige des Landes, dessen Gipfel unter 1000 Metern liegt. Er bildet eine flache Eiskappe und lässt sich auf geführten Touren oder Wanderungen erkunden. Eine Wanderung dorthin führt durch blühende Wiesen und über kleine Bäche.
14. Flateyri
Das malerische Dorf Flateyri liegt auf einer schmalen Landzunge im Önundarfjörður und bietet eine beeindruckende Bergkulisse. Bekannt ist der Ort für seine kulturellen Aktivitäten, eine historische Buchhandlung und die massiven Lawinenschutzwälle oberhalb der Häuser. Ein Spaziergang durch die ruhigen Gassen vermittelt das authentische Lebensgefühl eines isländischen Fischerdorfs.
15. Insel Vigur
Die kleine Insel im Ísafjarðardjúp ist ein Paradies für Vogelliebhaber und kann per Boot von Ísafjörður aus besucht werden. Hier brüten unzählige Eiderenten, deren Daunen von den Bewohnern nachhaltig gesammelt werden. Vigur beherbergt zudem die einzige Windmühle Islands und ist bekannt für seine reiche Population an Gryllteisten.